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Die Geschichte der Freimaurerei


Streifzug durch die Geschichte der Freimaurerei. Die ideellen Wurzeln der Freimaurerei reichen bis in die Zeit des Baus des Salomonischen Tempels vor rund 3000 Jahren zurück.

Die Steinmetze des Mittelalters sahen in diesem Tempel das vollkommene Bauwerk und bemühten sich, in ihren Bauhütten – in England „Lodges“ = Logen genannt – den alten Baumeistern nachzueifern. Die Logen waren den Maurern Werkstatt, Aufenthalts- und Versammlungsraum.

In den mittelalterlichen Bauhütten wurden vorzügliche Bauhandwerker und hochgebildete Dombaumeister ausgebildet. Gleichzeitig erfolgte eine Persönlichkeitsbildung durch den Umgang mit Mathematik und Symbolen, die durch Werkzeuge, Arbeitsmittel und vollkommene Arbeitsergebnisse entstand. Es erfolgte zusätzlich eine Ausbildung in Baugeschichte, Theologie, Philosophie, die es ihnen ermöglichte, ihre abstrakten Vorstellungen des Göttlichen und Irdischen in ihren Bauwerken künstlerisch zu gestalten und nachfühlbar zu machen. In der Hüttenordnung der Straßburger Dombauhütte vom Jahr 1275  findet sich erstmalig die Bezeichnung „Freimaurer“. Dieser musste für seine Tätigkeit  in jeder Hinsicht ein freier Mann sein.

Als dann in Europa die Zeit der großen Dombauten zu Ende ging und man folglich immer weniger Steinmetze benötigte, wurden bereits Anfang des 17. Jahrhunderts zunehmend angesehene Personen, die keine Bauhandwerker oder Architekten waren, als „Angenommene Maurer“ in die Logen integriert. Die Werkmaurerei wandelte sich  langsam in eine geistig-symbolische Freimaurerei.

1717 schlossen sich in London vier solcher neu strukturierten Freimaurerlogen zur ersten „modernen“ Freimaurer-Großloge der Welt zusammen. Im Mittelpunkt freimaurerischen Strebens steht der Mensch - und sein Wirken für die Menschheit. Die „Arbeiten“ sind nach dem Brauch der alten Bauhütten rituell durchgeführte Bildungs-, Besinnungs- und Feierstunden, in denen die Ziele der Freimaurerei Grundlage sind. Vorträge über freimaurerische, philosophische und geschichtliche Themen, sowie musikalische Darbietungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Von London ausgehend, breitete sich die geistig-symbolische Freimaurerei weltweit schnell aus.

1737 wurde die erste Loge auf deutschem Boden in Hamburg gegründet. Sie breitete sich von dort auf Preußen und seine Nachbarländer aus. So kam 1778, durch eine Logengründung in Münster, die Freimaurerei nach Westfalen.